Mittwoch, 18. Juni 2014

[Rezension] Weit weg und ganz nah

Titel: Weit weg und ganz nah
Autor: Jojo Moyes
Verlag: rowohlt
Preis: 14,99€ (Broschiert), 12,99€ (Ebook)
Seiten: 508
Erscheinungsdatum: 23. Mai '14
Sonstiges: Roman
Bewertung: 3 Sterne
Inhalt
Einmal angenommen, dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher.
Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast?
Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?
Lesegrund:
Jojo Moyes konnte mich mit ihren Ideen von "Eine Handvoll Worte" und "Ein ganzes halbes Jahr" überzeugen. Auch wenn die Bücher mir ein bisschen langatmig erschienen, wollte ich trotzdem das nächste Buch der Autorin lesen.

Meine Meinung
Geschichte
Der Einstieg des Buches hat mir nicht auf Anhieb gefallen. Ich brauchte ein bisschen um mich mit dem Protagonisten Ed anzufreunden. Der Einstieg und das Kennenlernen von Jess hat mir besser gefallen. 
Die Idee der Geschichte fand ich gelungen - genau wie die anderen Bücher von Jojo Moyes. Allerdings war mir die Umsetzung mal wieder zu langatmig und langwierig. Ich hatte das Gefühl es passiert nichts spannendes und man steht auf einer Stelle. Wirklich gelangweilt habe ich mich nicht, aber mir hat schon ein bisschen was gefehlt. 
Die Geschichte bringt was rüber und man denkt über die Handlung der Personen nach. Familie hat hier hohe Priorität und Geld ist unwichtig. Das finde ich sehr gelungen und gut rüber gebracht.
Das Ende war schön, aber auch sehr klischeehaft und vorausschaubar. 
Protagonisten
Ed fand ich ein bisschen langweilig, für mich bekam er kein richtiges Gesicht und war ein eher mittelmäßiger Charakter den man schnell vergisst. Allerdings hatte er ein großes Herz was ich ihm sehr hoch angerechnet habe. 
Jess ist eine tolle Frau, die sehr echt rüber kommt und für ihre Familie wirklich alles tut. Man fühlt mit ihr und würde ihr am liebsten bei allem helfen.
Nicky und Tanzie sind eher Außenseiter. Der eine Emo, die andere Mathe-Genie. Das beide nicht viele Freunde haben, wird schnell klar. Trotzdem schließt man sie als Leser sofort ins Herz und würde sie am liebsten in echt kennen lernen. 
Besonders berühren konnte mich noch Norman, der stinkende, immer wieder sabbernde Hund. Nicht nur das er die Geschichte Sympathie verlieh, er rettete sogar Leben. 
Insgesamt weist das Buch tolle Charaktere auf (mit Ausnahmen).
Schreibstil
Das Buch ist so aufgebaut, dass die Protagonisten in den Kapiteln wechseln und immer wieder ihre Sicht der Geschichte schildern. Zum größten Teil sind diese Personen Ed und Jess. Selten kommt es aber auch vor das ein Kapitel aus Tanzies oder aus Nickys Sicht geschrieben ist. 
Die Stimmung im Buch ist größenteils eher gedrückt und negativ. Manchmal gibt es aufhellende Momente. Der Leserythmus ist eher lahm, genau wie der Ablauf der Geschichte. Einfach typisch Jojo Moyes. 
Gestaltung
Das Cover ist natürlich typisch für die Autorin und hat den gewissen Wiedererkennungswert. Ich finde es ganz süß. Hinzu kommt das es den Inhalt ganz gut wiederspiegelt, in einer verspielten Art und Weise. Die Schriftgröße ist angenehm zu lesen.

Bewertung
Geschichte: 3/5
Protagonisten: 4/5
Schreibstil: 2/5
Gestaltung: 3/5

Fazit
Das Buch weist tolle Charaktere und eine tolle Idee. Allerdings ist die Handlung und der Schreibstil zu langatmig. Fans von Jojo Moyes werden wieder auf ihre Kosten kommen, für mich scheinen ihre Bücher allerdings nichts zu sein. Trotzdem weiß ich jetzt schon, dass ich ihr nächstes Buch wieder lesen werde.

Kommentare:

  1. Ich hab mich noch nicht an das Buch ran getraut. Das erste fand ich super, das zweite war langweilig... Hm schwer Entscheidung, aber wirklich eine sehr schöne Rezension!
    Lg Sonja

    AntwortenLöschen
  2. Hallöchen meine Schönste!
    Nun ich glaube ich werde das Buch nach deiner Rezi nicht mehr lesen. Ich war ja vom 2. schon nicht mehr so begeistert wie vom ersten und wenn das hier auch langatmig geschrieben ist .. nein, ich glaube ich werde verzichten.
    wieso wirst du das nächste auch lesen, wenn sie dir nicht so gut gefallen? x'D

    Liebst, Lotta

    AntwortenLöschen
  3. Ich weiß echt nicht ob ich das Buch lesen soll...Vor allem nicht nach deiner Rezi...:(

    Aber danke für deine Rezension:)

    AntwortenLöschen