Dienstag, 6. Januar 2015

[Rezension] Die Sache mit dem Glück

Titel: Die Sache mit dem Glück
Autor: Matthew Quick
Verlag: Kindler (Rowohlt)
Preis: 18,95€ (HC), 16,99€ (EBook)
Seiten: 336
Erscheinungsdatum: 19. Dezember '14
Sonstiges: Roman
Bewertung: 3 Sterne
Inhalt
Bartholomew hat immer bei seiner Mutter gelebt. Als sie stirbt, muss er plötzlich allein zurechtkommen. Aber das sagt sich so leicht. Bartholomew ist 39. Beim Aufräumen ihres Schlafzimmers findet er einen Brief von Richard Gere wieder. Darin ruft der Hollywoodstar zum Boykott der Olympischen Spiele in Peking auf, wegen Tibet. Der Brief muss Mom viel bedeutet haben, sonst hätte sie ihn nicht in ihrer Unterwäscheschublade aufbewahrt. Nun versteht Bartholomew auch, warum sie ihn in ihren letzten Tagen, als sie schon sehr durcheinander war, immer nur «Richard» genannt hat. Er beschließt, dem Schauspieler Briefe zu schreiben. Über Moms Theorie vom Glück, über Außerirdische, Buddhismus und die Liebe zu Katzen. Und über die junge Bibliothekarin, die er schon seit Jahren einmal ansprechen möchte. Bis jetzt hat Richard Gere noch nicht geantwortet, aber Bartholomew ist sicher, er wird ihm bei seinem Neuanfang helfen.
Lesegrund:
Der Film "Silver Linings" hat mich neugierig auf den Autor gemacht. Ich wollte einfach ein Buch von ihm ausprobieren und das Neue kam wie gerufen. Ich hatte sogar das große Glück das Buch vorab zu lesen und habe es vom Verlag zugeschickt bekommen. Danke nochmal an dieser Stelle.
Meine Meinung
Geschichte
Bartholomew lebte bis zum Tod seiner Mutter mit ihr zusammen und kümmerte sich um sie. Eine Frau hatte er noch nie, aber seit neustem ein Ziel von Augen. Mit einem neuen Freund ein Bier in einer Bar trinken. Durch eine Trauerbegleiterin, die ihn in eine Trauergruppe steckt, kommt er seinem Ziel schon näher. Hinzu kommt das er einem abgedankten Pfarrer aufnimmt, der ihm viel näher steht als er ahnt.
Bartholomew versucht mit seinem Leben klar zu kommen indem er Briefe an einen Promi schreibt, der niemals antwortet. Und genauso lesen wir auch Bartholomews Geschichte, lernen ihn kennen und lieben.
Die Idee der Geschichte ist sehr interessant, konnte mich leider in diesem Stil nicht ganz überzeugen. Schon der Einstieg fiel mir sehr schwer und ich bekam keinen richtigen Bezug zur Geschichte und den Protagonisten. Das Thema Glück wird hier großgeschrieben und toll dargestellt. In dieser Hinsicht ist das Buch echt was besonderes. Alles passiert nach dem Motto von Bartholomews Mutter: "Immer wenn etwas schlechtes passiert, hat jemand anderes Glück."
Leider konnte mich die Geschichte insgesamt nicht richtig vom Hocker reißen und ich hatte wenig Lesefreude.
Protagonisten
Bartholomew ist auf der einen Seite was ganz besonderes und dennoch ganz schön verloren und seltsam. Er lebt eindeutig in seiner eigenen Welt, aber findet nach und nach langsam wieder zurück und erkennt den Sinn im Leben. 
Auch die anderen Charaktere sind alle ein bisschen seltsam, trotzdem einzigartig und was besonderes. Es machte mir Spaß die verschiedenen Charaktere kennen zu lernen und ihre Geschichten zu erfahren. Tolle Zusammenstellung die viel Abwechslung bietet. 
Schreibstil
Der Schreibstil ist echt gewöhnungsbedürftig. Ich tat mich ein bisschen schwer damit und denke nicht das ich noch mal ein Buch von Matthew Quick lesen werde. 
Bücher in Briefform mag ich eigentlich ganz gerne, aber hier mochte ich es nicht. 
Auch sonst verlief die Story für mich eher lahm, schleppend und langweilig. 
Gestaltung
Toller Titel, tolles Cover, tolle Farben und tolle Schrift. Gelungene Gestaltung - sehr ansprechend. Außen hui - innen pfui? So nach dem Motto. Im Buch ist es nicht ganz so Bunt wie es von außen scheint.

Bewertung
Geschichte: 3/5
Protagonisten: 3/5
Schreibstil: 2/5
Gestaltung: 3/5

Fazit
"Die Sache mit dem Glück" bekommt 3 gut gemeinte Sterne. Die Protagonisten sind seltsam, der Schreibstil gewöhnungsbedürftig und auch die Geschichte konnte mich nicht überzeugen. 

Kommentare:

  1. Hallöchen meine Schöne!
    Ohje, da weiß ich ja schon mal ganz genau, welches Buch ich nicht lesen werde. So viel steht fest. Ich habe das Buch gerade verlost und es hat sich auch schon eine Gewinnerin gefunden.
    Danke, dass du mich mit deiner Rezension vor diesem Grauen bewahrt hast.

    Liebst, Lotta

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  2. Puh, ich glaube, das Buch kommt runter von der WuLi...

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  3. Hallöchen Maike,
    eigentlich wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Es wandert dann doch runter von der WuLi.
    Dafür gibt es viel zu viele Bücher, die gelesen werden sollten.

    Katja ♥

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  4. Hallo Maike,
    eine ähnliche Erfahrung habe ich auch mit dem Buch Silver Linings gemacht. Den Film liebe ich so sehr, aber das Buch war leider eine herbe Enttäuschung. :/ Schade, dass dieses Buch auch nicht besser zu sein scheint.

    LG,
    Julia

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