Sonntag, 7. September 2014

[Rezension] Bis zum letzten Tropfen

Titel: Bis zum letzten Tropfen
Autor: Mindy McGinnis
Verlag: Heyne fliegt
Preis: 14,99€ (HC), 11,99€ (Ebook)
Seiten: 320
Erscheinungsdatum: 11. August '14
Sonstiges: Teil 1 von ?
Bewertung: 4,5 Sterne
Inhalt
In einer Welt ohne Wasser kann jeder Tag der letzte sein
Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst. Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht retten.
Lesegrund:
Da mich diese dystohischen Bücher immer wieder ansprechen, wollte ich auch dieses Buch unbedingt haben und lesen. Mein Dank geht an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung
Geschichte
Die Geschichte kommt mit einer sehr einseitigen Kulisse daher, die sich aber einfach atemberaubend vor dem inneren Auge darstellt. Ein altes Farmhaus, ein Weiher und sonst eine tolle Landschaft aus Sand, Steinen und Wäldern. Die Protagonisten kämpfen ums überleben und ziehen den Leser mit der spannenden Handlung und verschiedenen Geschehnissen in den Bann. Action gibt es nicht zu viel und nicht zu wenig. 
Protagonisten
Lynn kennt eigentlich nur ihre Mutter und ist daher sehr abhängig von ihr. Nach dem Kojotenangriff muss sie sich eine Zeit lang erst mal alleine durchkämpfen. Dadurch macht sie eine sehr starke Entwicklung durch, die interessant und spannend dargestellt wird. Lynn ist eine typische starke Protagonistin die jeden gute Dystopie zu bieten hat. Ich mochte ihren Charakter und konnte ihr Verhalten sehr gut nachvollziehen. 
Die Nebencharaktere sind ebenfalls sehr ausgefeilt, vielfältig, authentisch und bilden eine tolle Zusammenstellung. Auch die verschiedenen Beziehungen untereinander wurden toll dargestellt und berührten den Leser zum Teil sehr.
Schreibstil
Der Stil ist sehr dystopisch, spannend und bildlich. Ich mochte die Erzählweise und auch die düstere Stimmung die mit kleinen Lichtblicken aufgehellt wurden. Der Rhythmus ist mehr als angenehm, nie langweilig und immer mitreißend. Jugendlicher Stil der sich leicht und flüssig lesen lässt.
Gestaltung
Das Cover finde ich super atmosphärisch und passend zum Inhalt gewählt. Ich finde es gut das es dem englischen gleicht, auch wenn die Farben abweichen. Den englischen Titel "not a drop to drink" finde ich besser als diese Twilight-Erinnerung. 
Nicht nur das Cover, auch der Klappentext macht neugierig auf den Inhalt und hört sich vielversprechend an. Gut gemacht.

Bewertung
Geschichte: 5/5
Protagonisten: 5/5
Schreibstil: 4/5
Gestaltung: 4/5


Fazit
Toller dystopischer Auftakt der Lust auf mehr macht. Spannende Geschichte ums überleben, mitreißender Schreibstil und ausgefeilte Charaktere die man ins Herz schließt und mit ihnen ums überleben kämpft. Auch die Gestaltung ist gelungen!

Kommentare:

  1. Schön, dass es dir so gut gefallen hat! Ich finde auch, dass man Lynns Entwicklung richtig herauslesen kann, wie sie sich mehr und mehr auch anderen Menschen gegenüber öffnet. Es soll ja dieses Jahr noch eine Fortsetzung geben, bin gespannt!

    Liebe Grüße,
    Tina

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  2. Klingt gut, ich werde das Buch bald beginnen:)

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